Wilhelm-von-Oranien-Schule mit drittbester Schulmannschaft in Hessen

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+++ Bronze für U18 bei Jugend trainiert für Olympia +++

Am vergangenen Mittwoch (25.02.2026) fand in Marburg der Badminton-Landesentscheid für Jugend trainiert für Olympia statt. Nachdem sich Dillenburgs größte Schule, das Wilhelm-von-Oranien-Gymnasium (WvO), beim Regionalentscheid der Region Mitte im Oktober die Qualifikation in der Altersklasse U18 gesichert hatte, ging es diesmal gegen fünf weitere Schulen aus ganz Hessen.

Zuversichtlich zu Beginn des Mannschaftsturniers: v.l.n.r. Selin Karaman, Sem Bastian, Mia Mitsch, Leon Turschner, Zoe Haus, Niko Tögel, Lina Bielefeld

Dillenburg hatte dabei die schwierigere Vorrundengruppe zu bestehen und neben dem Gymnasium Riedberg aus Frankfurt noch das Lessing-Gymnasium aus Lampertheim als Gegner zugelost bekommen. Lampertheim war dann auch direkt der erste Gegner, und schon zu Beginn sollte sich zeigen, dass die Partie ein enges Duell werden sollte.

Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg – Lessing-Gymnasium Lampertheim  5:2

Im Mädchendoppel waren Lina Bielefeld und Zoe Haus durchgehend dem gegnerischen Druck ausgesetzt, schafften es aber sich zu wehren und gegenzuhalten. Nach knapp gewonnen ersten Satz, mussten sie ihre Gegnerinnen im zweiten Satz aber ziehen lassen. Im dritten Durchgang zeigte sich dann wieder das Bild aus dem ersten Satz – Bielefeld/Haus hielten den Ball im Spiel, Fehler passierten auf der Gegenseite und es sprang ein ganz wichtiger Spielgewinn für den weiteren Verlauf der Partie heraus.

Denn der Sieg des Mädchendoppels war bereits das 3:0, nachdem das gemischte Doppel, in dem Mia Mitsch und Sem Bastian spielten, klar gewonnen hatten und sich auch Niko Tögel und Leon Turschner im Jungendoppel nach anfänglichen Schwierigkeiten durchsetzen konnten.

In den Einzeln blieb es knapp, Lina Bielfeld musste sich aber im ersten Mädcheneinzel geschlagen geben. Während Niko Tögel das nächste Dreisatzspiel im zweiten Jungeneinzel bevorstand, konnte Leon Turschner seine Aufgabe im ersten Jungeneinzel zwar knapp, aber am Ende erfolgreich in zwei Sätzen meistern. Damit holte er den entscheidenden vierten Zähler. Während Niko Tögel letztlich sein Spiel in der Folge verlor, konnte Zoe Haus das abschließende zweite Mädcheneinzel mit jeweils einem Ballwechsel Vorsprung in beiden gespielten Sätzen für sich entscheiden.

Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg – Riedberg-Gymnasium Frankfurt       0:7

Im zweiten Gruppenspiel und dem nahezu sicheren Halbfinalticket in der Tasche, rotierte Dillenburg dann kräftig. Das Mädchendoppel von Mia Mitsch und Zoe Haus sowie das Jungendoppel von Niko Tögel und Sem Bastian ging jeweils in drei Sätzen verloren, das gemischte Doppel mit Lina Bielefeld und Leon Turschner ließ im ersten Satz einige Satzbälle liegen.

Mehr ging dann aus Ergebnissicht nicht, in den Einzeln setzte es für Sem Bastian, Niko Tögel, Selin Karaman und Mia Mitsch weitere Niederlagen. Aufgrund des Frankfurter Sieges gegen Lampertheim, stand die WvO dennoch im Halbfinale.

Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg – Main-Taunus-Schule Hofheim           0:7

Dieses war ein ungleiches Duell im Sinne David gegen Goliaths, allerdings nicht mit dem biblischen Ende. Gegen den klaren Turnierfavoriten gelangen zwar einige schöne Ballwechsel, letztlich fand Dillenburg aber kein Mittel gegen das Topteam aus dem Taunus. Die Konzentration wurde daher direkt schon auf das kleine Finale um den dritten Platz und den Kampf um Bronze gerichtet.

Leon Turschner in Aktion im Jungendoppel mit Niko Tögel an seiner Seite

Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg – Philipp-Reis-Schule Friedrichsdorf   7:0

In bester Besetzung aufgestellt und identisch angetreten wie im ersten Spiel, sorgte erneut das gemischte Doppel mit einem deutlichen Sieg für das 1:0. Mia Mitsch und Sem Bastian ließen keine Frage nach dem Sieger aufkommen, ähnlich schlugen auch Leon Turschner und Niko Tögel im Jungendoppel auf und zeigten eine ganz starke Vorstellung. Da das Mädchendoppel mit Lina Bielefeld und Zoe Haus zwar knapp, aber trotz vieler unnötiger Fehler ebenfalls gewinnen konnte, war mit dem 3:0 bereits eine Vorentscheidung gefallen gewesen.

Den Punkt zu Bronze holte mit einem haushohen Sieg dann Zoe Haus im zweiten Mädcheneinzel. Aber auch ihre Teamkameraden hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht genug und zeigten weiterhin ansprechende Leistungen. Während Lina Bielefeld im ersten Mädcheneinzel punktete, gewannen in den Jungeneinzeln zuerst Niko Tögel im zweiten und dann abschließend Leon Turschner im ersten Einzel ohne Probleme. Das 7:0 zeugte damit auch von der Entschlossenheit, mit der sich die Dillenburger eine Medaille sichern wollten.

Mit dem Lohn in Form von Bronze, endet für alle 2009er Jahrgänge damit auch das Kapitel Jugend trainiert für Olympia, das über die U18 hinaus nicht im Badminton angeboten wird. Darüber hinaus waren dieses Schuljahr auch die U16 angetreten, die Siebter beim Landesentscheid vor zwei Wochen in Hofheim wurde, sowie die U14, die Rang vier beim Regionalentscheid belegte und sich nicht für den Landesentscheid qualifizieren konnte.

Als weitere heimische Schule mischte auch die Holderbergschule aus Eibelshausen mit, die mit ihren U14- und U16-Mannschaften zweimal Dritter beim Regionalentscheid wurde. Das mit der Wilhelm-von-Oranien- und der Holderbergschule gleich zwei Schulen aus dem nördlichen Lahn-Dill-Kreis im Badminton bei Jugend trainiert für Olympia teilahmen, ist dabei eng verknüpft mit der Jugendarbeit der Badmintonabteilung des TV 1843 Dillenburg, wo die eingesetzten Schüler durchweg ihre sportliche Heimat haben. Ebenso reicht das Einzugsgebiet des Dillenburger Badmintonsports mittlerweile auch weit über die Stadtgrenzen hinweg, so dass die Teilnahme auch von der Holderbergschule kein Zufall war, sondern Konsequenz des eingeschlagenen Weges aus sportlichem Angebot und Jugendförderung. An beiden Schulen können die Schüler so beispielsweise auch die Möglichkeit für eine Badminton-AG wahrnehmen.

Rang drei und Bronze für die U18-Mannschaft der WvO